Anfang Oktober kündigte die britische Regierung an, ihre Souveränität über den Chagos-Archipel im Indischen Ozean aufzugeben und diesen unter die Kontrolle von Mauritius zu stellen. Diese Entscheidung könnte Auswirkungen auf die Internetbranche haben, da sie die weitere Existenz der Domain .io infrage stellt, berichtet das Magazin Every.

Die Domain .io, die häufig von Technologieunternehmen genutzt wird, ist mit dem Britischen Territorium im Indischen Ozean verbunden — einem britischen Überseegebiet, zu dem auch der Chagos-Archipel gehört.

Nach der Unterzeichnung des Abkommens zwischen Großbritannien und Mauritius wird das Territorium aufhören zu existieren, und die Internationale Organisation für Normung (ISO) muss den Ländercode IO aus ihrem System entfernen.

Die amerikanische Organisation IANA, die für die Registrierung von Top-Level-Domains verantwortlich ist, stützt sich auf ISO-Daten. Daher müsste theoretisch die Registrierung neuer .io-Domains eingestellt werden. Allerdings hat die IANA noch keine endgültige Entscheidung über das Schicksal der .io-Domain getroffen.

Der Vizepräsident der IANA-Dienste, Kim Davies, erklärte gegenüber Computerworld, dass es mehrere mögliche Lösungen für das Problem gebe. In erster Linie seien Konsultationen mit den Behörden von Mauritius geplant. Wenn die Verhandlungen ergebnislos bleiben, wird der Prozess zur Abschaffung der Domain eingeleitet, der etwa fünf Jahre dauern wird. In dieser Zeit müssen die Inhaber von Websites in der .io-Zone eine neue Domain finden.

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